Sonnenkinder

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# Pfarrei Berichte

Sonnenkinder

Am 17. Oktober 2025 wurde auf dem Friedhof in den Kisseln ein Gräberfeld für totgeborene und verstorbene Kinder („Sternenkinder“ oder „Sonnenkinder“) eröffnet und von Pfarrer Thorsten Daum und Superintendent Florian Kunz bei einer Andacht eingeweiht. Hier finden künftig Sternenkinder sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ihre letzte Ruhestätte. Ein Ort, an dem Eltern, Geschwister und Angehörige Abschied nehmen, erinnern und Trost finden können.

Superintendent Kurz hielt dabei eine Predigt, die wir hier leicht gekürzt wiedergeben:

„Auf keiner Kinderzeichnung darf sie fehlen: Die Sonne. Groß, rund, gelb – mit Strahlen und lachendem Gesicht. Schon die Kleinen begreifen: Ohne die Sonne und ihr Licht gibt es kein Leben auf der Erde.

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, dann ist es, als ginge die Sonne unter. Besonders der Tod eines Kindes lässt die Welt für seine Familie dunkel und kalt erscheinen.

Da ist Trost gefragt, Bilder der Hoffnung. Schon in der Bibel ist die Sonne ein Bild für Gott, den Quell des Lebens, seine Wärme und sein Licht. Jesus Christus ist die Sonnenseite Gottes, sein menschliches Angesicht, aus dem uns seine Liebe entgegenleuchtet. Einer der verheißt: Ich wärme dich in deiner Trauer, Mensch. Ich mache deine Dunkelheit hell, die Nacht wird nicht ewig dauern.

Ich bin gewiss, dass jedes Kind, das stirbt, zurückkehrt in das Licht Gottes, aus dem es einst gekommen ist, in seiner Wärme geborgen ist – ganz und gar. Sonnenkinder – denn sie gehören nicht der Dunkelheit, sondern dem Licht, sind umfangen von der Liebe Gottes, der wie ein Vater und eine Mutter ist.

Auf keiner Kinderzeichnung darf sie fehlen: Die Sonne. Denn Gottes Liebe ist wie die Sonne – und alle, von denen hier Abschied genommen wird, werden in ihm leuchten - Sonnenkinder. Wie gut, dass es ihn gibt, diesen Ort – ein Ort des Lebens und der Hoffnung!“


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